Sonntag, 11. Mai 2008

Tom Price bis Port Hedland

Am Mittwochnachmittag, 07. Mai, kamen wir nach einer Tagesfahrt (ca. 700km) in Tom Price, einer Minenstadt etwas im Landesinneren, an.


Endlose Strassen...



Unser Camper neben einem der unzaehligen Roadtrains die im Westen ueber die Highways donnern.

Wir erkundigten uns über den Nationalpark und suchten uns danach ein Plätzchen auf einem Campingplatz. Dort trafen wir auf ein anderes Schweizer Pärchen, welches uns wärmstens empfahl, am nächsten Morgen auch an einer geführten Tour durch die ansässige Eisenmine teilzunehmen. Wir entschlossen uns, unsere Planung kurzfristig ein wenig zu ändern und auch mitzugehen.

Also standen wir am nächsten Morgen vor dem Visitor Center von Tom Price und wurden mit Schutzbrillen und Helmen ausgestattet. Die Tour war sehr eindrücklich, kaum vorstellbar was für grosse Maschinen hier den Berg abfräsen und das Material abtransportieren. Wir erfuhren unter anderem, dass das Erz auf Eisenbahnwagons verladen wird, und solch ein Zug kann gut und gerne schon mal eine Länge von 2.5 Kilometern erreichen.



Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Karijini National Park und erkundeten die erste Hälfte. Wir sahen riesige Schluchten mit kleinen Tümpeln und Bächen in der Tiefe. Auch hier war das Farbspiel zwischen dem stahlblauen Himmel, dem Grün der Pflanzen und dem Rot der Erde und der Felsen einfach traumhaft.Für die Nacht quartierten wir uns auf dem einfachen Camping-Ground im Park ein. Die Dame am Empfang machte uns noch darauf aufmerksam, dass wir keinen Müll, Esswaren oder unsere Schuhe draussen herumliegen lassen sollen, da sich sonst nachts die Dingos darüber hermachen würden. Am Abend dann lauschten wir gespannt ob wir etwas hören, war aber nicht der Fall. Aber plötzlich so um Mitternacht heulten und jaulten die was das Zeug hält! ;-)





Für den nächsten Tag hatten wir eine kleine Wanderung durch eine der Schluchten geplant, in welcher es nebst Wasserfällen auch kleinere Wasserpools zum Baden gibt. Uns klappten einfach nur noch die Kiefer runter bei dem Anblick dieser wunderschönen Landschaft. Der Wandertrail schlängelte sich durch abgebrochenen Felsen, Wiesenlandschaft und manchmal hatten wir wie das Gefühl wir seien im Urwald durch die üppige Vegetation. Immer wieder musste ein Bächlein überquert werden und in regelmässigen Abständen war ein kleiner Wasserfall zu bewundern.







Das Highlight schlechthin war aber zum Schluss ein Wasserfall, welcher in einem kleinen, glasklaren Pool mündet. Dort nahmen wir ein super erfrischendes Bad. Einfach herrlich!!





Der Aufstieg danach war kurz und nach einer kleinen Zwischenmahlzeit fuhren wir weiter mit dem Ziel am frühen Abend in Port Hedland anzukommen.

Diese Stadt würde sicherlich keinen Preis für die schönste Stadt des Westens erhalten. Port Hedland ist eine Industriestadt mit rund 4'500 Einwohnern. Hier dominieren Road-Trains, Eisenbahnen, Strommasten und eine karge „soweit das Auge reicht“ Ebene. Imposant ist hier der Hafen mit den riesigen Schiffen, die unter anderem das Erz verladen.

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