Also fuhren wir los, mit erster Übernachtung in Port Augusta, denn wir konnten erst so gegen Mittag in Adelaide losfahren. Wir merkten, dass sich unser Fahrzeug, ein Toyota Hitop, doch ziemlich von unserem letztem 4x4 Toyota Hilux unterscheidet, einerseits das schwankende Fahrgefühl in so einem Minibus und andererseits klappert irgendwie so alles, was nicht wirklich festgezurrt ist - vorallem die Tassen und Kochtöpfe - fröhlich mit jeder Bodenwelle mit. Wir kommen uns ein bisschen vor wie der fahrende Trödeltrupp. ;-) Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran.


Diese Schilder sind übrigens nicht nur zur Zierde da, ich konnte also gerade noch in letzter Sekunde bremsen, als das herzige Tierchen über die Strasse hüpfte. Meine Güte, so ein Schreck!!
Aber viele Artgenossen hatten weniger Glück, man könnte die Strecke Adelaide - Coober Pedy wohl auch die Känguruh-Todesstrecke nennen. Auch die eine oder andere Kuh fand ihr jähes Ende auf dem Highway. :-(( Das dürften dann wohl die Roadtrains gewesen sein.
In Coober Pedy angekommen, machten wir uns gleich auf die Suche nach einer Führung durch eine der Minen, denn es war bereits 15.30 Uhr. Wir entschieden uns fürs "Tom's Working Opal Mine". Der Inhaber Jimmy, ein circa 60-jähriger, klein gewachsener und sehr verbraucht aussehender Schotte, betreibt diese Mine zusammen mit seiner deutschen Frau. Sie sind bereits seit über 30 Jahren in Coober Pedy. Irgendwie erinnerte er mich mit seinem gebückten, schlurfenden Gang an den Zwerg Gimlin aus Herr der Ringe... Auf jeden Fall führte er uns durch seine Mine, wo er immernoch nach Opalen schürft, im Moment jedoch pausiert, wie alle Mineure während der Sommermonate. Denn damit in den Minen gearbeitet werden kann, muss Frischluft durch Rohre von oben herab geblasen werden, während der Sommermonate ist das unmöglich, man würde wohl verglühen, würde die heisse trockene Luft in die Gänge geblasen. So nutzen sie die Zeit und bieten Führungen an oder er gräbt anderen Mineuren, die zuwenig Geld haben für eigenes Equipment, für 150 $ ein Loch mit seiner selbst gebauten Opal-Schürf-Maschine.



Jimmy erzählte uns interessante Dinge, zum Beispiel, dass 90% der Opale weltweit aus Australien stammen, und von diesen 90% wiederum 95% aus Coober Pedy. Irgendwie war das für uns aber schwer zu glauben, denn in Cooper Pedy schürfen fast ausschliesslich private Unternehmen und keine Grossfirmen.
Es ist übrigens sehr gefährlich, sich unbedacht im Gelände um Coober Pedy zu bewegen, denn der Boden ist wortwörtlich durchlöchert. Offenbar gab es schon einige Unfälle und auch Todesfälle, weil Leute in die Löcher gefallen sind. Jimmy erzählte, dass sie vor 4 Jahren mal eine Zählung gemacht haben, es sind um die 250'000 Minenschächte und um die 4 Millionen Löcher. Was will man dazu noch sagen... just crazy!!
Nach der Führung suchten wir uns eine Unterkunft. Wir wollten unbedingt unterirdisch nächtigen und haben uns dann für das Comfort Inn entschieden. Wir waren praktisch die einzigen Gäste und bekamen noch einen Rabatt aufs Zimmer, wie immer sehr nette Begrüssung an der Reception und überaus hilfsbereites Personal. Die Atmosphäre in diesem Hotel ist sehr speziell, es ist ungewöhnlich, in einem Hotel zu sein, in dem es keine Fenster gibt! Aber wir haben uns wohlgefühlt und gut geschlafen.









Hihi muss ich nochmal in Ruhe lesen. Aber wegen den Bildern würde ich mal den IT-Mann meines Vertrauerns fragen ;-) War denn keine dabei auf der Reise ? Hehe
AntwortenLöschenGell, das habe ich auch gesagt, aber immer wenn man einen Computer-Mann braucht ist keiner zur Hand - verdammte IT!! :-)
Löschen